Pressemitteilung

Brücke zwischen Polen und Deutschland

Fulda (cif/aj). Das war ein wichtiges Signal für die Brücke zwischen Polen und Deutschland: Bischof Dr. Michael Gerber hat nun eine Gruppe mit sechs Frauen und Männern aus Polen empfangen, die in Kindertagen Opfer des NS-Regimes waren.

Gäste und Verantwortliche haben sich im Garten in einem langen Bogen zusammengestellt.die polnischen Gäste mit Bischof Dr. Michael Gerber (rechts), Betreuerin Gisela Bauer (links daneben), dem Präsidenten des Maximilian-Kolbe-Werks, Peter Weiß (links), und Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch (Zweiter von links)A. Jehn/Caritas Fulda

"Durch Sie lernen wir Zeitzeuginnen und Zeitzeugen kennen, die anschaulich und konkret über ihr Schicksal erzählen können", sagte Bischof Gerber beeindruckt und betroffen von den Berichten der polnischen Gäste. Der Besuch sei ein wichtiges Zeichen der Brücke zwischen Polen und Deutschland, so Gerber: "Gerade in der Zeit, in der wir Europa so sehr herausgefordert sehen, in der uns die Bilder aus der Ukraine leider an manches aus der Vergangenheit erinnern."

Das betonte auch Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch: "Nach zwei Jahren, in denen aufgrund der Corona-Pandemie kein so direkter Austausch möglich war, freuen wir uns besonders, dass Sie uns hier in Fulda besuchen und der Kontakt aufrechterhalten wurde." Die Partnerschaft besteht seit mehr als 30 Jahren, so Juch. "Als Caritas schätzen wir das sehr: Sie trägt zum gegenseitigen Verständnis bei und wir hoffen, damit einen Beitrag zur Überwindung der schrecklichen Vergangenheit leisten zu können."

In der kommenden Woche sind die Zeitzeugen mit ihrer Betreuerin Gisela Bauer zu Gast in der Caritas-Pflegeschule Fulda. "Das Treffen unserer Gäste mit den Schülerinnen und Schülern liegt uns besonders am Herzen, so Juch. "Aus unserer Sicht dürfen auch die jüngeren Generationen die Geschichte nicht vergessen, damit sich die schrecklichen Taten niemals wiederholen."

Die Gäste aus Polen nehmen an einem Programm zur deutsch-polnischen Aussöhnung des Maximilian-Kolbe-Werks teil. Gastgeber in der Region Fulda ist seit vielen Jahren der Caritasverband für die Diözese Fulda, untergebracht sind die Gäste im Bonifatiuskloster Hünfeld. Zu dem Gespräch war auch der Präsidenten des Maximilian-Kolbe-Werkes, Peter Weiß, im Bischofshaus in Fulda zu Gast.